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Arbeitsunfähigkeit – damit kennt unsere Regierung sich aus

…denn so unfähig wir unsere aktuelle Regierung muss man erstmal sein!

Klar, wenn du im Elfenbeinturm der First Class Privatversicherung und co. lebst, kannst du sicher noch am selben Tag einen Arzt sehen, wenn du krank bist und eine Krankmeldung brauchst.

Wir Normalbürger müssen Glück haben, dass der Doc am ersten Tag überhaupt ans Telefon geht…geschweige denn einen Slot hat, dich dazwischen zu nehmen.

Es ist völlig absurd, für jeden gottverdammten grippalen Infekt gleich ab Tag 1 schon Ärzte zu belästigen. Das ergibt für niemanden der Beteiligten auch nur den geringsten Sinn.

Für viele Bürger wird das deutsche Gesundheitssystem zunehmend zu einer finanziellen Belastung. Trotz hoher Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung müssen Patienten bei zahlreichen Leistungen zusätzlich tief in die eigene Tasche greifen. Bei einer Gesellschaft, die immer mehr und immer öfter an immer mehr sogenannten zivilisatorischen Krankheiten leidet, kommen da schon gewaltige Summen zusammen. Besonders deutlich zeigt sich das bei Sehhilfen: Brillen und Kontaktlinsen werden in den meisten Fällen kaum oder gar nicht von den Krankenkassen übernommen, obwohl gutes Sehen keine Luxusleistung, sondern eine grundlegende Voraussetzung für den Alltag ist. Auch bei vielen Hilfsmitteln, Therapien oder Behandlungen fallen teils erhebliche Zuzahlungen an.

Gleichzeitig sorgt die Verwendung von Beitragsgeldern immer wieder für Diskussionen. Während Patienten um Kostenübernahmen kämpfen oder sich durch komplexe Antragsverfahren arbeiten müssen, fließen weiterhin Gelder in Leistungen, deren wissenschaftlicher Nutzen umstritten ist. Zwar wurden einige homöopathische Leistungen in den vergangenen Jahren reduziert oder gestrichen, dennoch übernehmen verschiedene Krankenkassen weiterhin alternative Behandlungsmethoden als Satzungsleistungen.

Viele Versicherte empfinden es zudem als widersprüchlich, wenn Krankenkassen Überschüsse erwirtschaften oder hohe Rücklagen bilden, während Patienten lange auf Termine warten, Formulare ausfüllen und um Leistungen kämpfen müssen. Hinzu kommen Personalmangel, Bürokratie und ein immer komplexeres Regelwerk, das selbst Fachleute häufig vor Herausforderungen stellt. Selbst jene, die täglich mit dem Bürokratiedschungel konfrontiert sind und sich in im und um ihn herum bewegen müssen, verlieren häufig den Durchblick.

So entsteht bei vielen Menschen der Eindruck, dass ein System, dessen eigentliche Aufgabe die Gesundheitsversorgung ist, zunehmend mit sich selbst beschäftigt ist. Statt einfacher Zugänge, transparenter Leistungen und einer konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Patienten erleben viele Versicherte einen bürokratischen Hindernislauf. Für sie stellt sich daher nicht die Frage, ob das Gesundheitssystem reformiert werden muss, sondern wie lange grundlegende Verbesserungen noch auf sich warten lassen.

Und die neueste Schnapsidee von Herrn Merz kommt uns da ja gerade gelegen.



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