Unpopuläre Meinung: Ich hab nicht wirklich ein Problem mit Leihmutterschaft.
Ich finde es um Längen schlimmer, wenn jede Strunzfulpe, die besser nie Verantwortung für irgendein Lebewesen bekommen hätte, einfach Kinder bekommt, weil man das halt verdammt nochmal so macht und das ja das größte und tollste Geschenk seit Erfindung der Geschenke ist und [lustigen konservativ-fröhlichen Nonsense der Kinderliebenden hier einfügen].
Klar, es gibt immer und überall schwarze Schafe und Negativbeispiele. Aber die meisten Menschen, die eine Leihmutter bemühen, wollen ja wirklich Kinder und sich kümmern und haste nicht gesehen.
Ich hab da jetzt kein lustiges gefestigtes „Leben ist heilig und traditionelle Familie ist alles!“ Credo, aber auch für die gegenteilige Ansicht hab ich kein brennendes Herz. Ehrlich gesagt…es ist mir recht egal an der Stelle. Es gibt so unendlich viele Fälle von Kindern, die in absurd unvorteilhaften Umständen aufwachsen müssen, weil Abtreibung ja böse ist und man Kinder nicht weggibt und man ja gefälligst Kinder zu bekommen und großzuziehen hat.
Auf die herkömmliche Art und Weise geraten so unendlich viele Menschen in die für sie gar nicht geeignete Lage, Verantwortung für einen Menschen übernehmen zu müssen, dass es nicht mehr witzig ist. Während wir Menschen, die bewusst die Entscheidung treffen, dass sie keine guten Eltern sind und das nicht möchten, gesellschaftlich ächten, zumindest aber mal „bemitleiden„, weil sie ja nicht wüssten, was sie verpassten.
Ja, es ist mir durchaus bewusst, dass das jetzt Vielen wieder nicht passen wird. Ist mir aber auch egal. Man muss gar nicht zu allem eine unumstößliche, feste Ansicht haben. Dinge können und dürfen Einem auch mal egal sein. Das ist ok.
Und nicht alles, was für Euch ein Weltuntergang ist, muss für mich überhaupt Thema sein.


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