Ich habe übrigens für mich persönlich beschlossen, dass Wahlen in Deutschland sinnfrei sind.
In der aktuellen politischen Landschaft und in dem System, das inzwischen daraus erwachsen ist und sich zementiert hat, ist es völlig egal, was wir wählen. Die Protagonisten sind unterschiedlich, das Programm ist es auf dem geduldigsten Papier aller Zeiten auch, aber am Ende machen alle dasselbe.
Lustigerweise ist es dabei auch völlig irrelevant, ob die auf dem geduldigsten Papier aller Zeiten ideologisch eigentlich alle unterschiedlich sind. Das Endergebnis ist dasselbe.
Niemand in der Berufspolitik hat noch Bezug zum Bürger. Es wird ein Schauspiel aufgeführt, bei dem der Eine gegen den Anderen ist und nicht einer davon sich als Repräsentant des Bürgers versteht. Der Bürger ist der bundesdeutschen Berufspolitik egal. Er zählt nicht. Man hat seinen Fahrplan und den zieht man stumpf und stur durch. Alle. Und alle folgen letztlich demselben Fahrplan, völlig egal, wer sie laut Parteiprogramm eigentlich sein sollten.
In einer solchen Situation ergeben Wahlen keinen Sinn. Sie sind Makulatur. Fassade. Sollen einen Normalzustand vorgaukeln, der nicht mehr existiert.
Glauben Sie nicht? Schauen Sie hin. Egal, wer jetzt regiert, ob das Schwarz-Rot, Rot-Grün-Gelb, Schwarz-Gelb, Rot-Grün, etc. ist: gibt es wirklich einen nennenswerten, bezifferbaren Unterschied in der tatsächlich gemachten Politik? In den Resultaten? In dem, was für den Bürger daraus als Lebenssituation erwächst? Nein. Gibt es nicht.
Dann kann man sichs auch sparen. Gratulation, Politikkaste. Ihr habt es geschafft. Ich habe lange gebraucht, aber ich habe resigniert. In den 28 Jahren, die ich wählen darf, habe ich nie nicht gewählt. Nicht ein Mal. Das ändert sich jetzt.
Sie müssen das übrigens weder gut, schlecht, noch sonst irgendwie finden. Sie müssen mit der Entscheidung nicht fein sein. Es ist Ihr gutes Recht, das anders zu sehen. Tun Sie also mir und sich selbst einen Gefallen und scrollen einfach weiter, wenn Sie den Impuls verspüren, mich „korrigieren“ zu wollen.


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