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Realitätsverweigerung

Es gibt beim Thema Energieerzeugung ein paar simple, rein durch Physik begrenzte Fakten und Faktoren, die man nicht wegdiskutiert bekommt. Auf beiden Seiten. Leider weigern sich beide Seiten, die Realität zu akzeptieren.

Realitätsverweigerung ist generell groß in Mode heutzutage. Frauen können Penes haben, Männer können schwanger werden, Frauen können gleichzeitig stark und selbständig aber dennoch weiterhin der Hilfe und Versorgung durch Männer bedürftig sein und vieles mehr: was nicht ins ideologische Narrativ passt, bildet man sich zur Not einfach ein und redet es sich zurecht.

Das ist natürlich bequem, führt aber in der Realität eben zu mitunter schwerwiegenden Problemen. Frauen, also die ohne Penis, möchten im Zweifel gar nicht wirklich, dass in ihren Umkleiden und Toiletten plötzlich jederzeit mit dem Auftritt erigierter oder auch nicht erigierter Penes zu rechnen ist. Frauen wollen in der Regel ganz gern, das Penes in ihre eigenen Toiletten geht und den Schutzraum Frauentoilette denen überlassen, wofür er eingerichtet wurde: Frauen.

Bei der Energieerzeugung sind die Probleme noch vielschichtiger und es ist noch absurder, wie man sich das schönreden und zurechtbiegen kann. AKW wurden in Deutschland inzwischen alle abgeschaltet, viele sind schon komplett zurückgebaut oder sehr weit im Rückbau fortgeschritten. So weit, dass man sie nicht mehr wirklich wieder anschalten könnte, selbst, wenn man wollte. Man müsste da erstmal viel Arbeit in den Rückbau des Rückbaus investieren.

Zeitgleich baut Deutschland die sogenannte EE – Erneuerbare Energien – massiv aus: massenweise werden Waldstücke gerodet, um Platz für Windkraftanlagen zu schaffen. Menschen werden angehalten, sich über Balkonkraftwerke und Dachpanele zu informieren und da bitte selbst auch drin zu investieren. Zur selben Zeit werden dafür erschreckend wenige Incentives geschaffen, z.B. ist es absurd schwer bis unmöglich, in Deutschland tatsächliche Autarkie herzustellen. Stellenweise, weil mans auch gar nicht darf. Und da, wo es schon irgendwie ginge, steht die Bürokratie mal wieder im Weg.

Wer nun, wie ich, Dinge sagt wie „Der Atomausstieg war ein Fehler!“ oder „Tja, für die WKA brauchts aber erheblich mehr Platz als für AKW.„, ist wahlweise dumm, Nazi oder Klimaleugner. Das in sich ist ja schon albern. Für Atomstrom zu sein hat nichts mit der politischen Ausrichtung zu tun. Und wer wirklich dumm ist, darf man bei simplen Rechnungen wie „Wie viel Strom kriegt man für wie viel Invest und mit wie viel Umweltbelastung auf wie viel Platz?“ auch eher anzweifeln, wenn man da leugnen möchte, dass Atomstrom in zumindest 2 Faktoren deutlich weit vorne liegt: Platzverbrauch und Umweltbelastung.

  • Atomstrom ist verhältnismäßig sauber. Er erzeugt nur sehr wenig CO₂-Belastung – insofern wie eben die Produktion von Teilen und der Transport ebenjener und von Treibstoff etc. CO₂-Belastung erzeugt.
  • Atomkraftwerke und Endlager verbrauchen insgesamt bezogen auf die regelmäßig konstant generierte Strommenge deutlich weniger Platz als WKA und PV.

Fakten, die bei Atomgegnern und EE-Fanatikern auch nicht gut ankommen, aber nun mal einfach existieren:

  • WKA liefern ohne Wind keinen Strom
  • PV liefert ohne ausreichende UV Einstrahlung nicht ausreichend Strom
  • auch die Kombination WKA + PV liefert Stand jetzt nicht genügend Strom zur Grundlastsicherung, die BRD kauft regelmäßig Atomstrom ein und verbrennt weiterhin große Mengen Gas, Kohle und Öl zur Stromgewinnung

Aber auch die Gegenseite klammert sich zum Teil an Dinge, die entweder keinen Sinn ergeben oder schlicht nicht (mehr) stimmen.

AKW sind nicht einfach wieder anschaltbar, nicht in dem Zustand, in dem sie bei uns mittlerweile sind. Der Rückbau ist größtenteils bereits weit fortgeschritten oder gar beendet. Es steht nur noch sehr wenig, was wieder problemlos anschaltbar wäre.

Atomstrom ist auch nur dann günstig, wenn der Staat ihn massiv subventioniert. Ansonsten kostet er genauso viel wie EE oder ein paar Cent mehr pro kWh.

Und beide Seiten w0erden sofort sauer, wenn man die vorgenannten Fakten anspricht. Warum? Welches Problem hört magisch auf zu existieren, wenn man einfach so tut, als existierte es nicht? Keins. Dennoch spielen beide Seiten das Spiel, als gäbs kein Morgen mehr.

Der Sinn des Beitrags? Keiner. Ich hab da auch keine Lösung. Niemand der sich so verhält wie oben beschrieben, ist überzeugbar. Ich weiß auch keine Lösung dafür, dass Menschen es offenbar mehr und mehr verlernen, sachlich und rational miteinander zu diskutieren. Manchmal muss ichs mir nur einfach von der Seele schreiben.



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