Gestern kam die Nachricht, ganz nüchtern über seine offiziellen Accounts auf X und Instagram: Sir Patrick Stewart ist tot. Er starb am Mittwoch, dem 28. Oktober, mit 86 Jahren in seinem Zuhause in Los Angeles, im Kreis seiner Familie und an der Seite seiner Frau Sunny.
Es gibt Menschen, bei denen man irgendwie still und heimlich davon ausgegangen ist, dass sie einfach immer da sein werden. Weil sie schon immer da waren. Picard gehörte für mich dazu. Das ist natürlich Unsinn, der Mann war 86 und auch Captains der Sternenflotte sind am Ende nur Menschen. Aber das Gefühl lässt sich halt nicht wegdiskutieren.
Wer sich nur ein bisschen mit Stewart beschäftigt hat, weiß, dass dieser Weg alles andere als vorgezeichnet war. Geboren am 13. Juli 1940 in Mirfield, einer Kleinstadt in Yorkshire, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, in einem Elternhaus, über das er später offen und schmerzhaft ehrlich gesprochen hat. Dass aus ihm Schauspieler wurde, schrieb er selbst einem Englischlehrer zu, der ihm einen Shakespeare in die Hand drückte und ihn aufstehen und vortragen ließ. Danach jobbte er als Lokalreporter, bis sein Chef ihm ein Ultimatum stellte: Zeitung oder Theater. Er entschied sich fürs Theater. Ich finde, das war eine ganz gute Wahl.
1966 kam er zur Royal Shakespeare Company und blieb dort bis 1982. 16 Jahre Shakespeare, auf den Bühnen in Stratford und London, Olivier Award inklusive. Dazu Fernsehen und Film: „Ich, Claudius“, „Dame, König, As, Spion“, „Excalibur“, „Dune“. Ein solider, hochgeschätzter britischer Charakterdarsteller mit Glatze und einer Stimme, die man auch im hintersten Rang noch verstanden hätte, wenn er nur flüstert. Die Art Schauspieler, die man kennt, ohne zu wissen, woher.
Und dann kam 1987. Und mit 1987 kam Jean-Luc Picard.
7 Staffeln „Star Trek: The Next Generation“, bei uns „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“, 4 Kinofilme, und Jahrzehnte später noch einmal 3 Staffeln „Star Trek: Picard“. Dazwischen und daneben Professor Charles Xavier in den X-Men-Filmen, Ebenezer Scrooge, Captain Ahab, Heinrich II., ein Claudius im „Hamlet“ an der Seite von David Tennant, für den er seinen zweiten Olivier Award bekam, Sprechrollen in Dutzenden Produktionen, und mit Ian McKellen auf der Bühne zweimal „Warten auf Godot“. 2010 wurde er von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. Abseits der Bühne engagierte er sich jahrzehntelang gegen häusliche Gewalt, ein Thema, das ihn aus seiner eigenen Kindheit begleitet hat.
Das ist ein Lebenswerk, bei dem man eigentlich nicht weiß, wo man anfangen soll. Ich fange deshalb da an, wo es für mich angefangen hat.
Als kleiner Steppke von 6 Jahren war ich bereits durch und durch Trekkie. Dafür hatten Kirk, Sulu, Chekov und Spock gesorgt. Als dann Picard dazu kam, war es völlig um mich geschehen. Da war dieser glatzköpfige alte Mann, so völlig anders als der bisherige Captain. Verkopft und in einer völlig anderen Liga als der Lebemann und Weiberheld Kirk. Und trotzdem, schon als Kind mit wenig eigenem Denkvorgang und Begreifen, war mir klar: der ist anders. Aber das gute Anders.
Von Picard hat eine ganze Generation gelernt, was „Sei ein guter Mensch“ heißen kann. Nicht, weil er durch und durch gut gewesen sei. Sondern weil er es wollte, sich dem Struggle stellte und sich nicht zu fein war, zuzugeben, wenn er den Struggle nicht besiegen konnte. Picard war bodenständig. Picard war real. Er war eben kein Superheld und unfehlbar. Das war Kirk im Grunde auch nicht, aber Kirk fühlte sich immer so an. Weil Shatner ihn halt so gespielt hat.
Und weil trotz vieler Worte auch ich nicht so ganz weiß, wie man der Person Stewart an der Stelel gerecht werden soll, heute keine vollständige Würdigung von mir, das machen die Feuilletons ohnehin besser. Stattdessen meine 3 liebsten Folgen von TNG und ein paar Rollen, die ich nicht unerwähnt lassen will.
Platz 3: The Measure of a Man
Staffel 2, Episode 9 – „The Measure of a Man“, auf Deutsch „Wem gehört Data?“
Die erste und zweite Staffel TNG ist, sagen wir es freundlich, nicht unbedingt die Glanzzeit der Serie. Gerade Staffel 1 war extreme Findungsphase und Staffel 2 hatte sich über lange Strecken auch noch nicht wirklich gefunden. Umso mehr sticht diese Folge heraus.
Commander Bruce Maddox, ein Kybernetiker der Sternenflotte, kommt an Bord und will Data zerlegen. Nicht aus Bosheit, sondern aus Forscherdrang: Er will verstehen, wie Datas positronisches Gehirn funktioniert, um mehr Androiden wie ihn bauen zu können. Dass er sich dabei nicht sicher ist, Data hinterher wieder so zusammenzusetzen, wie er vorher war, nimmt er in Kauf. Data lehnt ab. Er will lieber den Dienst quittieren, als sich auseinandernehmen zu lassen.
Und da fängt das Problem an. Denn Maddox argumentiert, Data könne gar nicht kündigen. Data sei kein Mensch, kein Lebewesen, keine Person. Data sei Eigentum der Sternenflotte. Ein Ding. Und ein Ding hat keine Rechte.
Es kommt zur Anhörung. Weil auf der Sternenbasis kein Personal da ist, muss Picard Data verteidigen und Riker muss, gegen jeden eigenen Willen, die Anklage vertreten. Und Riker macht seinen Job gut. Viel zu gut. Er nimmt Data vor dem Gericht die Hand ab und schaltet ihn mit einem Handgriff aus. Ein Moment, in dem man als Zuschauer merkt, wie dünn die Linie ist zwischen „er“ und „es“.
Picard steht danach mit dem Rücken zur Wand. Erst ein Gespräch mit Guinan bringt ihn auf die eigentliche Frage. Data ist dabei nur der Anfang. Wenn man anfängt, Androiden in Serie zu bauen, und sie als Eigentum behandelt, dann erschafft man eine ganze Gattung, die man nach Belieben verbrauchen kann. Es gibt dafür ein altes, sehr unschönes Wort. Sklaverei.
Picards Plädoyer am Ende gehört zu den besten Szenen, die Star Trek je hervorgebracht hat. Er stellt keine Behauptung auf, er stellt eine Frage, und zwar an alle im Raum: Können Sie beweisen, dass Data kein Bewusstsein hat? Und können Sie beweisen, dass ich eins habe?
Das Urteil: Data hat das Recht, selbst zu entscheiden.
Star Trek hatte noch nie Berührungsängste mit schwierigen Themen. Das Thema „Ist ein Android ein eigenständiges, fühlendes Wesen und gehen damit entsprechende Rechte einher?“ ist wohl mithin vom Grundsatz her so schwierig, wie es nur werden kann. Und eines, mit dem sich Star Trek in vielen Varianten immer und immer wieder beschäftigt. Voyager nimmt dies ja später mit der Folge, in der der Doktor sich gegen seinen übergriffigen Verleger zu wehren versucht, erneut auf.
Stewarts Darbietung in dieser Folge ist genial. Honorable Mention hier jedoch auch an Frakes: Ich finde, den Advocatus Diaboli hat er glaubhaft rübergebracht.
Platz 2: Darmok
Staffel 5, Episode 2 – „Darmok“
Wenn man jemandem erklären will, was Star Trek im Kern ausmacht, ist „Darmok“ eigentlich die perfekte Folge. Kein Weltraumgefecht als Höhepunkt, kein Bösewicht, kein großes Geballer. Nur 2 Captains, die einander nicht verstehen, und die Frage, ob sie es trotzdem schaffen.
Die Enterprise trifft auf die Tamarianer, ein Volk, mit dem die Föderation seit Jahrzehnten vergeblich versucht, Kontakt aufzunehmen. Der Universalübersetzer funktioniert, jedes einzelne Wort kommt an. Nur ergibt nichts davon einen Sinn. „Darmok und Jalad auf Tanagra.“ „Shaka, als die Mauern fielen.“ Die Brückencrew steht davor wie vor einer Wand.
Der tamarianische Captain Dathon, gespielt von Paul Winfield, wählt dann den direkten Weg. Er beamt sich und Picard kurzerhand auf den Planeten El-Adrel unter ihnen und die Tamarianer blockieren jeden Rücktransport. Kein Zurück. Picard hält das zunächst für eine Duellforderung, als Dathon ihm einen Dolch zuwirft. Bis klar wird, dass auf dem Planeten ein Wesen lebt, das beide jagt, und dass Dathon keinen Kampf will, sondern eine gemeinsame Erfahrung. Zwei Fremde, ein gemeinsamer Feind, auf einer Insel. Darmok und Jalad auf Tanagra.
Die Tamarianer sprechen in Metaphern. In Bildern aus ihrer eigenen Mythologie und Geschichte. Wer die Geschichten nicht kennt, versteht die Sprache nicht, egal wie gut die Übersetzung ist. Picard kapiert das Stück für Stück, am Lagerfeuer, mit einem tödlich verwundeten Dathon neben sich. Und um sich zu revanchieren, erzählt er ihm die älteste Geschichte, die er kennt: das Gilgamesch-Epos. Gilgamesch und Enkidu. Zwei, die als Gegner beginnen und als Freunde enden.
Dathon überlebt die Nacht nicht. Aber als Picard zurück auf die Brücke kommt, kann er mit den Tamarianern reden. Zum ersten Mal überhaupt.
Für mich ist das die schönste Folge über Kommunikation, die je gedreht wurde. Und Stewart spielt sie mit einer Geduld und Wärme, für die man ihn eigentlich nur mögen kann.
Platz 1: The Inner Light
Staffel 5, Episode 25 – „The Inner Light“, auf Deutsch „Das zweite Leben“
Wenn es eine Folge gibt, über die sich so ziemlich jeder TNG-Fan einig ist, dann vermutlich diese.
Die Enterprise stößt auf eine fremde Sonde, die einen Strahl auf das Schiff richtet. Picard bricht auf der Brücke zusammen. Und wacht auf einem Planeten namens Kataan wieder auf, in einem kleinen Dorf, in einem fremden Bett, neben einer Frau, die ihn Kamin nennt und sich ehrlich Sorgen um ihn macht, weil er so seltsam redet. Von einem Raumschiff. Von einer Brücke. Von einer Mannschaft, die es nicht gibt.
Er wehrt sich lange gegen dieses Leben. Aber Jahre vergehen. Er heiratet Eline, er bekommt 2 Kinder, Meribor und Batai, er lernt Flöte spielen, er wird alt. Er beobachtet als Hobbywissenschaftler, wie die Sonne seines Planeten immer stärker brennt, wie die Dürren schlimmer werden, und er begreift, was das bedeutet, lange bevor die Regierung es zugibt. Diese Welt stirbt. Und niemand kann sie retten.
Am Ende, als alter Mann, steht er mit seinen Lieben draußen und sieht, wie eine Rakete startet. Und versteht. Die Menschen von Kataan wussten, dass sie untergehen würden. Also haben sie eine Sonde ins All geschickt, die irgendwann irgendwen finden sollte. Jemanden, der sich an sie erinnert. Der ihr Leben einmal selbst gelebt hat.
Picard wacht auf der Brücke wieder auf. Für ihn sind Jahrzehnte vergangen. Für seine Crew rund 25 Minuten.
In der Sonde findet man dann die Flöte. Die letzte Szene, Picard allein in seinem Quartier, die Flöte an den Lippen, gehört zu den Momenten, die man nicht mehr vergisst, wenn man sie einmal gesehen hat. Ohne ein einziges Wort. Nur Stewarts Gesicht und eine Melodie, die es ohne ihn nie gegeben hätte.
Die Folge hat damals den Hugo Award gewonnen. Völlig zu Recht. Denn „The Inner Light“ ist streng genommen gar keine Science-Fiction-Folge. Es ist eine Folge über ein ganzes Leben, über all das, was Picard für die Sternenflotte nie gehabt hat, und über die Frage, was von uns bleibt, wenn wir nicht mehr da sind.
Heute stellt man sich diese Frage dann halt nochmal ein bisschen anders.
Mehr als nur Picard
Patrick Stewart auf Picard zu reduzieren, wäre ungefähr so, als würde man Shakespeare auf „Romeo und Julia“ reduzieren. Kann man machen. Ist aber halt nur ein Bruchteil. Deshalb noch 3 Rollen, die für mich dazugehören.
Professor Charles Xavier in den X-Men-Filmen
Im Jahr 2000, als Comicverfilmungen noch eher belächelt wurden, kam „X-Men“ ins Kino, und Stewart war Professor X. Der Gründer einer Schule für junge Mutanten, ein Telepath im Rollstuhl, der an das friedliche Zusammenleben von Menschen und Mutanten glaubt, auch wenn die Welt ihm jeden Tag das Gegenteil beweist. Sein großer Gegenspieler: Magneto, gespielt von Ian McKellen, seinem Freund seit Jahrzehnten. Die beiden über einem Schachbrett, ein Gespräch zwischen zwei alten Männern, die sich lieben und trotzdem nie einig werden. Mehr braucht so ein Film eigentlich nicht.
Stewart spielte die Rolle über ein Vierteljahrhundert hinweg immer wieder, bis hin zu „Logan“ 2017, wo er einen gebrechlichen, verwirrten, zutiefst menschlichen Charles Xavier gab, der einem das Herz bricht. Und in „Avengers: Doomsday“ werden wir ihn noch ein letztes Mal in dieser Rolle sehen. Ein Gedanke, der sich gerade ziemlich seltsam anfühlt.
Gurney Halleck in Dune
Bevor Denis Villeneuve den Wüstenplaneten neu erschaffen hat, gab es 1984 David Lynchs „Dune“. Ein Film, der damals gefloppt ist, von Kritikern zerrissen wurde, und der heute Kultstatus hat, gerade weil er so herrlich seltsam ist.
Stewart spielt darin Gurney Halleck, den Waffenmeister des Hauses Atreides und Lehrer des jungen Paul. Ein Krieger mit der Seele eines Dichters, der zwischen Schwertkampftraining und Schlacht auch mal zum Saiteninstrument greift. Und wer den Film kennt, kennt auch die Szene, in der Gurney in die finale Schlacht stürmt und dabei einen Mops unter dem Arm trägt. Fragen Sie nicht. Es ist David Lynch. Und Patrick Stewart spielt selbst das mit einem vollkommen ernsten Gesicht.
Lang lebe Duke Leto!
Ebenezer Scrooge in A Christmas Carol
Es gibt gefühlt drölf Verfilmungen von Dickens’ Weihnachtsgeschichte. Die mit den Muppets, die mit Bill Murray, die mit Alastair Sim. Und dann gibt es die von 1999, gedreht fürs amerikanische Fernsehen, mit Stewart als Ebenezer Scrooge.
Das Besondere daran: Stewart kannte diese Figur in- und auswendig, lange bevor er sie vor der Kamera spielte. Ab 1988 führte er „A Christmas Carol“ als Ein-Mann-Stück auf, in Großbritannien und am Broadway, ohne Kulissen, ohne Kostümwechsel, und spielte dabei schlicht jede einzelne Figur selbst. Der Film ist das Ergebnis dieser Jahre. Sein Scrooge ist kein Comic-Geizhals, sondern ein verbitterter, einsamer Mann, dem man seine Verwandlung am Ende auch wirklich abkauft. Wenn er am Weihnachtsmorgen versucht zu lachen und merkt, dass er schlicht verlernt hat, wie das geht, dann ist das ganz großes Schauspiel.
Im Grunde war man die Rolle Leid. Stewart schaffte es irgendwie, sie mit neuem Leben zu füllen.
Shakespeare auf der Brücke
Man vergisst das heute gern, aber 1987 war es alles andere als ausgemacht, dass dieses neue Star Trek funktionieren würde. Die Originalserie war fast 20 Jahre her, es gab ein paar Kinofilme, und die Idee, ausgerechnet einen britischen Shakespeare-Darsteller mit Glatze auf den Captain-Stuhl zu setzen, auf dem einst William Shatner saß, hielten nicht Wenige für ziemlich gewagt.
Am Lautesten gewarnt hat ihn ausgerechnet sein bester Freund. Ian McKellen riet ihm dringend davon ab. Er sei ein ernsthafter Schauspieler, er habe eine wunderbare Karriere in London, das alles könne er doch nicht für eine Fernsehserie wegwerfen. Stewart hat ihm, wie McKellen viele Jahre später selbst gesagt hat, nicht im Geringsten zugehört. Er unterschrieb den Vertrag über 6 Jahre, eher zögerlich, mit dem Gedanken, er könne ja zurück ans Theater, wenn das Ganze schiefgeht. Ein Plan B für den Fall, dass die Serie nach einer Staffel wieder eingestellt wird.
Es ging nicht schief.
Was Stewart dann gemacht hat, ist im Grunde ganz einfach zu beschreiben und unfassbar schwer nachzumachen. Er hat Science-Fiction ernst genommen. Er hat Drehbücher, in denen es um Anomalien, Technobabbel und Gummimasken-Aliens ging, genauso gespielt wie Shakespeare. Mit voller Hingabe, mit Würde, mit der Überzeugung, dass auch hier etwas Wahres über den Menschen erzählt wird. Und plötzlich wurde da auch etwas Wahres erzählt. Picard war kein Cowboy mit Phaser. Picard war ein Diplomat, ein Archäologe, ein Mann, der lieber redet als schießt, der Fehler zugibt, der zweifelt, der Shakespeare zitiert und Earl Grey trinkt, heiß. Ein Captain, der nicht durch Lautstärke führt, sondern durch Haltung.
Von 1987 bis zur letzten Staffel „Picard“ 2023 sind das über 3 Jahrzehnte, in denen er dieser Figur treu geblieben ist und sie mit ihm gealtert ist. Eine ganze Generation hat von ihm gelernt, wie ein Anführer sein kann. Ruhig, klug, prinzipientreu. Ich würde mal behaupten, dass mehr Menschen ihren ersten moralischen Kompass bei Picard gefunden haben, als die meisten Ethiklehrer jemals für sich beanspruchen können.
Auch, wenn man die Serie Picard durchaus mit zweierlei Augen sehen kann. Über lange Strecken hinweg ist sie toughe Kost, durch die man sich als Fan eben durchkämpfen muss. Unterbrochen von kleinen Juwelen einzelner Episoden, wie z.B. wenn Q auftaucht oder wenn Picard die alte Crew nochmal auf der Enterprise D zusammentrommelt. Das hatte schon etwas Episches.
McKellen hat sich übrigens irgendwann öffentlich für seinen Rat entschuldigt und gesagt, er sei froh, dass Stewart ihn ignoriert hat. Wir auch, Ian. Wir auch.
Stewart spielte Picard nicht nur. Er war Picard. Stewart war im besten Sinne bemüht, gut zu sein. Freude zu verbreiten. In der Corona-Zeit las er regelmäßig Shakespear Sonette vor. Seine Social Media Auftritte mit seinem Hund sind herzallerliebst. Die Bromance zu Ian McKellen, wirr und herrlich zugleich.
Ruhen Sie in Frieden, mon Capitaine.
Make it so.


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