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Gedankenmus, zum Konsum geeignet. Lektüre auf eigenes Risiko. Sie entscheiden selbst.


Mach meinen Job

Es gibt eine Fernsehsendung, die heißt Sing meinen Song.

In dieser Sendung singen Musiker die Songs anderer Musiker und am Ende liegen sich alle in den Armen und freuen sich einen Keks, dass jemand ihren Song besser gesungen hat als sie selbst. So oder ähnlich.

Im Laufe des heutigen Tages, nachdem ich mehr über Friedrich Merz‘ Wehleidigkeit gelernt und gelesen habe als ich je wollte, kam mir der Gedanke zu einem neuen Format: Mach meinen Job.

Mein Angebot

Lieber Herr Bundeskanzler Friedrich Merz,

Sie kennen mich nicht und das ist vielleicht auch ganz gut so. Ich aber kenne Sie, denn als Bürger des Landes, dessen Bundeskanzler Sie nun schon seit einer Weile – endlich, das wollten Sie doch immer – sind, muss ich leider häufiger von Ihnen hören und lesen. Manchmal mehr, als mir lieb ist.

So auch heute. Den lieben langen Tag lese ich schon darüber, wie schrecklich gemein und böse die Welt als solche, mindestens aber mal der Deutsche Bürger im Besonderen zu Ihnen ist. Letzterer erdreistet sich gar, öffentlich und online schlecht über Sie zu reden!

Ich möchte Ihnen gerne einen Vorschlag machen. Wir tauschen eine Woche lang den Job. Sie machen meinen, ich mache Ihren. Ich wette: Sie halten meinen Job keine 5 Stunden durch, geschweige denn die ganze Woche. Wenn Sie bei dem, was Ihnen im Internet entgegenschlägt, bereits wehleidig den höchstkanzlerlichen Schwanz einziehen, sind Sie nach spätestens 2 Tagen mit meiner Inbox ein Fall für die Jungs mit der schicken, weißen Habmichlieb-Jacke.

Ich habe hier heute bereits kurz ein wenig darüber geschrieben, was mich täglich mehrfach so erreicht in meiner Arbeit.

Wie wäre es, Herr Bundeskanzler? Ich meine das durchaus ernst. Lassen Sie uns eine Woche den Job tauschen. Wenn Sie danach auch nur den Hauch eines µ an Verständnis dafür bekommen haben, weshalb Sie gerade in meinen Augen eine eher schlechte Figur machen als Bundeskanzler und wie wehleidig Sie sich gebärden, dann nehme ich liebend gerne in Kauf, was ich nach einer Woche Vertretung durch Sie vermutlich alles wieder ins Lot rücken muss.

Ich verspreche Ihnen auch, dass ich Ihnen den Job und ein im Zweifel etwas besseres Land pünktlich nach einer Woche wieder zurückgebe.

In dem Wissen, dass Sie das nie machen würde, selbst, wenn Sie es könnten, verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Tobias „badidol“ Buturoaga

Wird natürlich nie passieren, ist mir schon klar. Allein schon, weil das rechtlich gar nicht ginge, selbst wenn Merz Eier in der Hose hätte.

Ich könnte natürlich noch einen realistischeren, rationaleren Vorschlag machen und Herrn Merz vernünftiges und brauchbares PR und Social Media Consulting anbieten. Das wiederum würde nun an mir scheitern. Ich habe wenig Lust darauf, meine Perlen vor die Säue zu werfen und ganz ehrlich, ein Vollzeitjob reicht mir ja auch.

Vermutlich werde ich dann doch lernen müssen, mich irgendwie mit der Regierung Merz abzufinden. Könnte ich diesen Scholz nochmal sehen? Der war zwar auch lächerlich, aber immerhin nicht schädlich.



3 Kommentare zu „Mach meinen Job“

  1. Ich schließe mich deinem Vorschlag gerne an :-)

    Und „Mach meinen Job“ könnte tatsächlich viel Potential für RTL haben :-)

    Und ja, was Merz diese Woche an Wehleidigkeit an den Tag gelegt hat war schon erstaunlich. Viel Mimimi…

    Ich wünsche dir einen schönen 1. Mai.

    1. Es ist beeindruckend. Man könnte glatt meinen, es hätte ihm niemand seine eigenen Aussagen an diverseste vorherige Kanzler vorgespielt, bevor er sich auf den Job beworben hat.
      Sehr surreal, das Ganze.
      Danke, mindestens ebenso ;)

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