Spannendes Learning vom Schreiben.
Für meine eBook Serie Synthdrive (author.badidol.de/synthdrive) wars relativ egal und nicht ganz so wichtig, aber für ein in sich geschlossenes standalone Buch wie Grid Runners (author.badidol.de/grid-runners) ist es von durchaus großer Wichtigkeit, mir eine Sache immer wieder in Erinnerung zu rufen: Lass den Leser auch mal selbst denken und was rausfinden.
Wird noch nicht ganz klar, was gemeint ist, oder?
Synthdrive ist eine Serie, bestehend aus aktuell 5 einzelnen, kurzen Büchern. Bei nur etwas über 100 Seiten pro Buch ist es nicht so schwierig, Kontinuität zu bewahren und auch mal Dinge nicht übermäßig intensiv „tot zu beschreiben“. Beides ist bei einem in sich geschlossenen Buch ist das interessanterweise schon schwieriger – beides.
Jetzt muss ich dazu sagen, dass es sich bei Synthdrive und Grid Runners auch um zum Teil unterschiedliche Genres handelt. Synthdrive ist straight forward und klar Synthpunk/Cyberpunk, während Grid Runners versucht, 2 Genres zu mischen: Synthpunk meets Crime Noir. Ich ertappe mich recht häufig dabei, dass ich in Grid Runners dazu neige, Dinge zu sehr zu erklären, statt dem Leser etwas Transferleistung zu überlassen. Also genau den Teil, der im Grunde für einen „Krimileser“ der wichtigste am ganzen Buch ist, nehme ich ihm im Grunde weg.
Hatte ich damit gerechnet, dass das schwieriger werden würde? Ja, sicherlich. Hatte ich auch damit gerechnet, dass ich beim Eigenlektorat bisher locker 2 Dutzend Mal darüber gestolpert sein würde, schon wieder alles erklärt zu haben, statt dem Leser wenigstens ein kleines bisschen Detektivarbeit und Mitdenken zu lassen? Nein, so schlimm hatte ich es nicht erwartet. Einige Stellen sind mir selbst nicht mal aufgefallen, auf die musste ich von Testlesern hingewiesen werden.
Aber hey, es ist ein Lernprozess.
Insgesamt läuft es ganz gut. Wir sind bei rund 700 Manuskriptseiten (Kindle-Format) auf Deutsch und etwa 626 Seiten im englischen Original. In konventioneller Buchsetzungszählung landen wir damit bei etwa 350-400 Seiten. Ich gehe davon aus, dass ich noch gut und gerne 200-250 Manuskriptseiten brauchen werde, um Detective Garfield zu einem befriedigenden Abschluß der Ermittlungen rund um die Cabal und das Grid führen zu können.

Wenn es gut läuft, wird Grid Runners noch dieses Jahr auf Kindle/Unlimited erscheinen.


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